Teilprothesen: Endlich wieder ein schönes Lächeln!

Ein schönes Lächeln ist die Visitenkarte eines jeden Menschen – und ein solches Lächeln besteht aus gepflegten und schönen Zähnen. Sind die Zähne geschädigt und krank durch Parodontose, Zahnstein und Karies oder gar durch einen Unfall, so fällt uns das Lächeln schwer. Viele Menschen schämen sich für ihre schlechten Zähne. So weit muss es aber erst gar nicht kommen.

Die Krankenkassen empfehlen, ein- bis zweimal pro Jahr zur Vorsorgeuntersuchung zum Zahnarzt zu gehen. Bei vielen Krankenkassen sind die jährlichen Zahnarztbesuche zur Kontrolle sogar die Bedingung für die Teilnahme an Bonussystemen für den Zahnersatz. Denn je früher eine Zahnerkrankung erkannt wird, desto besser kann Sie behandelt werden. Sind die Zähne durch Karies stark angegriffen oder bestehen Lücken im Gebiss, so wird ein Zahnersatz benötigt. Zahnersatz gibt es je nach Art der Schädigung der Zähne in vielen verschiedenen Varianten, die nicht nur dafür sorgen, dass die äußere Erscheinung der Zähne wieder ansprechend wird, sondern auch zum Schutz für die noch vorhandenen Zähne dienen.

Ist die Zahnsubstanz beschädigt, so wird der Zahn in vielen Fällen mit einer Krone versiegelt. Lücken im Gebiss können mit Hilfe von Brücken, Prothesen oder Implantaten aufgefüllt werden.

Die Zahn-Teilprothese

Eine Zahn-Teilprothese wurde entwickelt, um ein oder mehrere Zähne zu ersetzen. Die Teilprothese lässt sich recht einfach ohne chirurgischen Eingriff einsetzen. Sie wird an den anderen Zähnen befestigt und kann jeder Zeit, zum Beispiel zur Reinigung, aus dem Mund genommen werden. Eine Alternative hierzu sind Brücken, die fest verankert werden, oder Zahnimplantate, die in der Regel stabiler sind, jedoch mehr kosten und einen chirurgischen Eingriff erfordern.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, eine Teilprothese an den Zähnen zu befestigen. So kann man diese zum Beispiel mit Hilfe von Stegen (sicherste Methode), Teleskopen und Klammern verankern. Nach der Befestigungsmöglichkeit richtet sich auch meist der Name der Prothese (z. B. Teleskopprothese oder Modellgussprothese). Die Befestigung der Zahn-Teilprothesen mit Stegen nennt man Steg-Verankerung, befestigt man diese mit Geschiebe, spricht man von einer Geschiebeverankerung.

Wann wird eine Teilprothese notwendig?

Im Falle des Zahnverlustes ist nicht immer ein Ersatz nötig. Wenn es Ästhetik, Funktion und Phonetik nicht negativ beeinflusst, kann darauf auch verzichtet werden. Fehlt allerdings dem gegenüberliegenden Zahn dann ein Gegenbeißer (Antagonist), wird dieser in der Funktion gestört und kann der Lücke oben oder unten entgegenwachsen (Elongation). Da er beim Kauen nicht beansprucht wird – er kann ja nichts zermahlen ohne Antagonist – ist er nur noch als Stütze für die Nebenzähne vorhanden. Ein Zahnersatz ist dann zu empfehlen!

Ebenso können Zähne, die sich vor oder hinter der Lücke befinden, in das Loch kippen. Solche Zähne stehen im Laufe der Zeit ziemlich schräg in der Mundhöhle und sind in ihrer Funktion eingeschränkt. Zudem bilden sich Nischen, wo sich gerne Speisereste und Bakterien sammeln, und die schwer zu reinigen sind. Die Folge hiervon sind Knochenabbau in Form einer Parodontitis. In diesen Fällen ist natürlich ein Zahnersatz empfehlenswert, um die Funktion zu erhalten und die möglichen Folgen zu vermeiden. Auch Abhilfe mit einer Behandlung im Bereich der Kieferorthopädie ist in manchen Fällen möglich. Wenn mehrere Zähne fehlen, ist ein Zahnersatz unvermeidbar, um obengenannte Folgen zu verhindern.

Unterschiede und Vorteile der Teilprothese im Vergleich zur Brücke

Die Teilprothese ist in jedem Fall herausnehmbar, also nicht fest im Mund zementiert. Sie kommt zum Einsatz, wenn mehrere Lücken vorhanden sind oder so genannte „Freiendlücken“ vorkommen. Eine Freiendlücke bedeutet, dass kein fester Zahn die Lücke begrenzt, um Halt für eine feste Versorgung zu bieten.

Die einfachste Form der Teilprothese besteht aus Kunststoff und findet Halt mit Metallklammern, die sich um die noch vorhandenen Zähne biegen. Diese werden durch die Belastung meist geschädigt und beginnen mit wackeln. Zudem bricht der Kunststoff gerne einmal durch. Diese Art der Teilprothese wird daher heute größtenteils als sogenannte Interimsprothese (Übergangsersatz) genutzt, also so lange, bis der endgültige Zahnersatz fertig ist.

Mehr Vorteile bitten die so genannten MOG`s (Modellgussprothesen), da diese aus einem Metallgerüst bestehen und eventuelle Klammern direkt mitgegossen werden, sich somit also perfekt an die im Zahn vorbereiteten Auflagen anlegen. Eine Modellgussprothese gibt es auch „klammerlos“ in Form von Teleskoparbeiten, Stegen oder Geschieben. Dies sind kombinierte Arbeiten, es ist also nötig, noch vorhandene Zähne zu beschleifen.

Der Vorteil der einfachen Teilprothese (also nicht Geschiebe oder Teleskope) ist die kostengünstige und relativ einfache und schnelle Herstellung. Ebenso kann sie nachträglich um verlorene Zähne erweitert werden. Ein großer Nachteil ist die Gaumenplatte im Falle einer Oberkiefer-Teilprothese. Würgereitz, Sprachprobleme und Geschmacksverlust stehen hier ganz vorne. Ebenso ist das “Herausnehmbare” für viele einfach psychisch eine Belastung, vor allem bei Frauen. Ästhetisch ist es oft auch nicht von Vorteil, da es sein kann, dass man die Klammern sieht. Zudem kann sie noch vorhandene Zähne schädigen.

Wie sieht es mit der Kostenübernahme bei Teilprothesen aus?

Seit einigen Jahren wird Zahnersatz nicht mehr als prozentualer Anteil der tatsächlichen Gesamtkosten des Zahnersatz bezuschusst, sondern im Rahmen der „befundbezogenen Festzuschüsse“. Diese befundbezogenen Festzuschüsse stellen die Berechnungsgrundlage bei der Erstattung von Zahnersatz dar. Hiernach errechnet sich der Leistungsanteil der GKV an den Zahnersatz-Kosten, welche bei der Mehrzahl der Patienten zum Einsatz kommt.

Befundbezogene Festzuschüsse werden ohne regelmäßig geführtes Bonusheft (für den Nachweis der jährlich durchgeführten Vorsorgeuntersuchungen beim Zahnarzt) mit 50 % der Regelversorgung erstattet – mit Bonusheft wird max. 65 % Zuzahlung seitens der GKV geleistet.

Zahnersatz lt. Leistungskatalog umfasst: Kronen, Prothesen, Brücken & Kombinationen daraus, sowie Zahnimplantate, welche mit Brücken, Kronen oder Prothesen aufgebaut sind. Nicht im Zusammenhang mit Zahnersatz erstattungsfähig sind Zahnfüllungen, Gold-Inlays, Keramik-Inlays, Wurzelkanalfüllungen und Röntgenleistungen.

Im Rahmen von Härtefall-Regelungen erhalten Patienten mit geringem Einkommen (z. B. Harz IV) eine Kostenerstattung bis zu vollen Höhe des Regelsatzes.

Als gesetzlich Versicherter hat man leider keine Chance, den Bereich Zahnersatz komplett privat abzusichern, d. h. diesen Leistungsbestandteil komplett aus der GKV auszuschließen. Aus diesem Grunde besteht für die Abdeckung zusätzlicher Kosten, über die Erstattung der Regelleistungen aus befundbezogenen Festzuschüssen der GKV hinaus, bei gesetzlich Versicherten nur die Möglichkeit, eine Zahnzusatzversicherung abzuschließen. Die Vergleichsmöglichkeiten im Bereich der Zahnzusatzversicherung für GKV-Versicherte gestalten sich etwas schwieriger, ein relativ guter Startpunkt für eine Online-Recherche sind diese Testberichte verschiedener Portale und Verbrauchermagazine.